In dieser Woche hat der SPD Ortsverein Reform Südost über die infrastrukturelle Zukunft der südöstlichen Stadtteile beraten und dabei die geplante Sanierung der Hauptverkehrsader intensiv diskutiert. Als Gast konnte der Ortsverein Jörg Rehbaum, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, begrüßen, der mit uns die Drucksache 00007-26 vorstellte. Im Mittelpunkt standen die Chancen, die sich aus der dringend notwendigen Modernisierung des Straßenzugs zwischen Buckau, Fermersleben, Salbke und Westerhsen für die Stadtteile ergeben.

Eröffnung der Gespräche in der Gaststätte Jahnke. Es eröffnet die runde Steffi Meyer.

Die vorliegende Projektstudie zeigt deutlich, dass auf dem Streckenast Südost ein erheblicher Handlungsbedarf besteht. Auf rund 6,78 Kilometern mit 15 Haltestellenpaaren verbindet die Strecke zentrale Wohn, Arbeits und Versorgungsbereiche miteinander und bildet eine der wichtigsten Erschließungsachsen für den öffentlichen Nahverkehr in diesem Teil Magdeburgs. Die geplante Sanierung ist deshalb nicht nur eine technische Maßnahme, sondern ein wichtiger Beitrag für mehr Verlässlichkeit, bessere Anbindung und eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadtteile.

Besonders hervorgehoben wurde in der Diskussion, dass die Erneuerung des Straßenraums große Vorteile für die Menschen vor Ort bringen kann. Die Studie des Ingenieurbüros Buschmann aus Magdeburg sieht barrierefreie Haltestellen, sichere Wege, bessere Aufenthaltsqualität und eine Aufwertung des gesamten Stadtbildes vor. Gerade in den dicht bewohnten Bereichen von Buckau, Fermersleben und Salbke sowie in den sich entwickelnden Bereichen rund um das ehemalige RAW Gelände und das Fahlberg List Areal ist eine gute Verkehrsinfrastruktur entscheidend für lebendige und attraktive Quartiere.

Für den Ortsverein ist dabei wichtig, dass die Sanierung nicht nur die Straßenbahn modernisiert, sondern den gesamten Stadtteil stärkt. Mehr Sicherheit, bessere Erreichbarkeit, mehr Grün und eine höhere Aufenthaltsqualität kommen allen zugute, die hier leben, arbeiten oder unterwegs sind. „Ziel der ganzen Maßnahme muss mehr Sicherheit, bessere Erreichbarkeit und Attraktivität sein, denn das kommt allen zugute, die hier leben“, so Stadträtin Steffi Meyer. Die geplante Erneuerung ist damit eine Investition in die Zukunft der südöstlichen Stadtteile und in ein attraktives, gut vernetztes und lebenswertes Magdeburg.

Auch der Radverkehr spielte in der Diskussion eine wichtige Rolle. Angesprochen wurden mögliche Streckenführungen für Radfahrer, darunter ein durchgehender Elberadweg oder eine Fahrradschnellstraße entlang der Bahntrasse. „Statt einer schlechten Kompromisslösung für Straßenbahn, Auto, Fuß und Radverkehr entlang einer Trasse müssen alle Möglichkeiten attraktiver Parallelrouten für einzelne Verkehrsarten ausgearbeitet werden“, so Mathias Luther, Sprecher der GWA Reform. Für besonders enge Abschnitte des Straßenzugs wurden zudem ein gemeinsamer Fuß und Radweg sowie Umleitungen für den Radverkehr diskutiert. Damit wurde deutlich, dass eine gute Lösung für den Südosten nur dann gelingen kann, wenn die verschiedenen Verkehrsarten sinnvoll aufeinander abgestimmt werden und sichere, klare und alltagstaugliche Wege entstehen. Daher wird die Fraktion SPD Tierschutzallianz Volt im Magdeburger Stadtrat einen Änderungsantrag zur Drucksache der Verwaltung stellen.

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